(Ge)Fahren auf der Bahn

Wir geben zu, die Straße hat gegenüber der Bahn auch ihre Vorteile. Wer sich durch andere Radfahrer*innen bedrängt fühlt, kann einfach Tempo raus nehmen, an der nächsten Zweigung abbiegen oder nach vorn Ausreiß nehmen und unliebsame Zeitgenossen so vermeiden. Auf der Bahn funktioniert das so nicht.

© Max Huber / wearecellardoor.com
Auf der Bahn kann es oft ganz schön knapp werden – aber das ist normal und mit etwas Übung überhaupt kein Problem. © Max Huber

 

Die Popularität des Bahnsportes nimmt in letzter Zeit erfreulicherweise deutlich an Fahrt auf. Dies ist mit einer steigenden Zahl von FahrerInnen im Oval verbunden. Um eine angenehme Trainingsumgebung für alle zu schaffen, bedarf es daher einiger Grundregeln. Wir versuchen das wichtigste hier kurz und knapp zusammenzufassen:

Nummer 1: Es ist noch kein*e Meister*in vom Himmel gefallen

© Martin Granadia / www.169k.net
Jede und jeder von uns hat irgendwann einmal klein angefangen. © Martin Granadia

Wir alle waren irgendwann einmal zum ersten Mal auf der Bahn. Es tut nicht weh, im Innenfeld den Kontakt zu anderen Fahrer*innen zu suchen und um Hilfe zu bitten, falls etwas unklar ist. Ja, man outet sich als „Neuling“ aber schließlich waren wir alle irgendwann in dieser Situation. Du wirst sehen, die meisten FahrerInnen geben ihr Wissen gerne weiter und freuen sich, wenn sie um Tipps gebeten werden – trau dich!

Nummer 2: Wir sitzen alle im selben Boot

© Oliver Toman / www.singi.at
Gemeinsam kommen wir weiter. © Oliver Toman

Egal ob du zum „Alten Eisen“ zählst, oder ob es deine erste Saison auf der Bahn ist, wir sind eine Gemeinschaft. Wir teilen nicht nur die gemeinsame Leidenschaft für den Radsport, sondern (notgedrungen) auch die Trainingshalle. Natürlich können auch 30 Solo-Fahrer*innen ihre Kreise ziehen. Aber es läuft wesentlich „smoother“ ab, wenn wir uns als Gruppe sehen und dementsprechend aufeinander achten.

Nummer 3: Stürze passieren

© Martin Granadia / www.169k.net
Zum Glück sind die Folgen von Stürzen auf der Bahn überschaubar – in der Regel verschaffen eine Pinzette, etwas Desinfektionsspray und viel Geduld Abhilfe. © Martin Granadia

Wer die anfängliche Angst vor der Steilkurve verloren hat, sieht sich oftmals mit dem nächsten Schreckensbild konfrontiert: dem Sturz
Zerrissene Kleidung, Abschürfungen und Prellungen sind natürlich keine attraktive Aussicht, aber es ist nichts Schlimmes. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man als Unbeteiligte*r zum Handkuss kommt, aber selbst dann sollte man nicht vergessen, dass es oft einfach Pech ist. Das wichtigste bei einem Sturz ist es, sich zu vergewissern, ob alle den Unfall mehr oder weniger glimpflich überstanden haben beziehungsweise gegebenenfalls auch zu helfen!

 

Nummer 4: Go fast, turn left (and have fun)

1H7A6344
Mit einem Lächeln auf den Lippen lebt es sich entspannter. ©Martin Granadia

Dieser kurze Blog Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber wir können und wollen euch auch keine Bibel vorlegen, nach der sich alle zu richten haben. Vielmehr möchten wir für ein stärkeres Miteinander und für mehr Rücksichtnahme  plädieren: Wir sind schließlich nicht allein auf dieser Bahn Welt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s